Tag 1 (Mittwoch, 20.03.2013)
Um 7.30 Uhr war Treffpunkt am Bernhauser Bahnhof, Frau Wenger-Morschett verteilte Bahntickets an die Schüler des vierstündigen Gemeinschaftskundekurses des Eduard-Spranger-Gymnasiums. Wir hatten einen Termin im Bundestag bekommen und fuhren deshalb in den letzten 3 Tagen vor den Osterferien nach Berlin.
Müde saßen die meisten Schüler und Schülerinnen in der S-Bahn und wachten während der Fahrt nach Stuttgart nur langsam auf. In Echterdingen stieg Herr Vohl mit einigen Schülern zu. Wir hatten in Stuttgart 20 Minuten Zeit, bis unser ICE Stuttgart-Berlin auf Gleis 10 ankam. Diese wurde noch genutzt, um die Vespervorräte aufzufüllen oder eine letzte Zigarette vor der langen Zugfahrt zu rauchen. Natürlich wurden wir auch mit Stuttgart 21 konfrontiert: Ein Mann verteilte das Projektmagazin „Bezug“.
Die ca. 6 Stunden Fahrt vergingen wie im Flug. Nachdem wir unsere reservierten Plätze eingenommen hatten, wurde gelesen, geschlafen, es wurden Karten- oder Würfelspiele gespielt und Muffins verteilt, denn Theresa Naumann wurde 18 Jahre alt. Am Berliner Bahnhof angekommen, erhielten wir unsere Bahnmarken für das gesamte Bus- und U-Bahnnetz. Nach einer kurzen Fahrt mit der „Abgeordnetenbahn“ U55 (sie verdankt ihren Namen dem Umstand, dass sie nur an den Haltestellen „Hauptbahnhof“, „Bundestag“ und „Brandenburger Tor“ hält) und einem 10minütigen Fußmarsch kamen wir am „Cityhostel Berlin“ an. Nach der Zimmereinteilung und Verlesung der Hausordnung hatten wir erst einmal Zeit, unsere Zimmer zu beziehen und uns kurz auszuruhen. Um 16.22 Uhr ging es dann mit der U2 Richtung Pankow von der Haltestelle „Mohrenstraße“ los zu unserer Stadtführung.
Diese begann am Rolandufer- leider bei eisigen Temperaturen!
Zuerst wurde uns die Geschichte der Stadt Berlin nahegelegt: Von den zwei Städten Berlin und Köln über die florierende Handelsstadt Berlin, die dreimalige Hauptstadt (1701 in Preußen, 1871 in Deutschen Reich unter Bismarck und schließlich im Dritten Reich) und letztendlich über den heutigen Schmelztiegel vieler Kulturen. Wir sahen das „Rote Rathaus“, die Nikolaikirche, den Alex auf dem Alexanderplatz, Marx und Engels, die Museumsinsel, den Opernplatz und schließlich endete unsere Führung vor dem Brandenburger Tor, dem ehemaligen Stadttor der Stadt Berlin. Am Pariser Platz sahen wir die französische und amerikanische Botschaft. Wir versuchten, alle 22 Schüler und 2 Lehrer in einen Aufzug zur U-Bahnstation zu quetschen, es stieg sogar noch ein fremder Mann ein. Die Hektik hatte sich jedoch nicht gelohnt: Aufgrund eines Polizeieinsatzes in der Nähe des Hotels „Adlon“ kam es zur Verspätung der U-Bahnen.
Abends gingen wir gemeinsam im „Prater Biergarten“/Prenzlauer Berg Essen und hatten danach Zeit zur freien Verfügung. Der anhaltende Schneefall trieb viele in warme Bars, Clubs oder zurück ins Hostel. Dort wurden wieder die Karten und Würfel ausgepackt bis um 0.35 alle Schülerinnen und Schüler zurück waren und wir (brav) nach oben in die Zimmer gingen.
Tag 2 (Donnerstag, 21.03.2013)
Nach einer zum Teil sehr kurzen Nacht gab es um 8.30 Uhr Frühstück in Form eines vielfältigen Buffets. Die Suche nach einem freien Sitzplatz gestaltete sich schwierig, aber irgendwann hatte dann doch jeder seinen Frühstücksteller vor sich. Nun hatten wir wieder Zeit zur freien Verfügung, um Berlin zu erkunden.
Um 11.00 war Treffpunkt vor dem Bundestag. Dort erhielten wir erst einmal ein Umhängeschild „Tribüne“, mit dem wir durch die Sicherheitsschleuse, vergleichbar mit der am Flughafen, durften. Weiter ging es direkt zum Empfang und zur Garderobe im Bundestag. Im Bundestag ist alles strengstens überwacht, selbst die Toilettentüren sind schusssicher. Um 12.00 durften wir der Diskussion über die soziale Gestaltung der Energiewende beiwohnen. Die ca. einstündige Debatte wurde z.T. hitzig geführt, das Ergebnis der abschließenden Abstimmung war aufgrund der Mehrheitsverhältnisse dann doch sehr eindeutig.
Unser für 14.00 angesetztes Gespräch mit Rainer Arnold verspätete sich ein wenig, da es zu einem Kommunikationsproblem gekommen war. Er widmete sich uns dafür die restliche Zeit über sehr intensiv. In unserem Gespräch ging es über die Politikverdrossenheit der Bevölkerung, den Afghanistaneinsatz, den Einsatz von (Kampf-)Drohnen, die Waffenexporte der Bundesrepublik und Diplomatie insgesamt – alles Themen des schriftlichen Abiturs!Rainer Arnold ging ausführlich auf die vorbereiteten Fragen ein und schlug vor, das Gespräch am Eduard-Spranger-Gymnasium oder bei einem Kaffee nach dem schriftlichen Abitur weiterzuführen.
Vor dem anschließenden gemeinsamen Mittagessen hatten wir nochmal kurz Freizeit, die von den Meisten für einen kurzen Snack einer „echten Berliner Currywurst“ oder bei „Dunkin‘ Donuts“ genutzt wurde. Anschließend gab es im nahegelegenen Restaurant des Bundestages nach einer weiteren Sicherheitsschleuse entweder Reis und Gemüse mit Schweinemedaillons in Rahmsoße oder vegetarische Spaghetti zur Auswahl. Dort plante jeder den weiteren Nachmittag, denn es gab noch viel zu sehen: „Hard Rock Cafe Berlin“, das „KaDeWe“, die „East Side Gallery“ und, und, und…
Das Abendessen erfolgte in Eigenregie, Treffpunkt war erst um 0.45 im Hostel. Dieses Mal waren nicht alle pünktlich, da die letzte Bahn um 0.45 in die falsche Richtung bestiegen wurde. Dank des großartigen Taxinetzes Berlins waren dann doch alle um 1.00 im Hostel. In der Zwischenzeit spielten noch einige Schülerinnen und Schüler mit den Lehrern „Mäxle“ und schließlich ging wieder jeder auf sein Zimmer.
Tag 3 (Freitag, 22.03.2013)
Am Tag der Abfahrt konnten wir ein letztes Mal das leckere Frühstücksbuffet genießen, um 10.00 mussten dann die Zimmer ausgeräumt sein. Das Gepäck konnten wir im Keller abstellen, denn wir wollten noch das Stasi-Museum besuchen und die Koffer wären dabei nur hinderlich gewesen.
Herr Bubke, ein Zeitzeuge, führte uns durch das Haus und informierte unterhaltsam und kurzweilig über die Geschichte der DDR mit ihrer Ideologie, der Mauer und gegenseitiger Spionage. Er endete seine Führung mit dem Fazit, wie glücklich wir uns schätzen könnten, in einer Demokratie leben zu dürfen.
Auf dem Weg zurück in der Straßenbahn unterhielten uns Straßenmusiker mit lustiger Musik. Die weitere Zeit stand zur freien Verfügung, viele probierten noch zum Abschluss die „beste Currywurst Berlins“ oder den „besten Döner Berlins“ und kauften sich genügend Vesper für die Heimfahrt.
Vom Hostel ging es dann wieder den bekannten 10minütigen Fußmarsch zur U-Bahnhaltestelle „Brandenburger Tor“ und von dort mit der U 55 zum Hauptbahnhof. Dort gab es die letzte Gelegenheit, sich einen Kaffee oder ein Brötchen für die Fahrt zu kaufen.
Die sechsstündige Heimfahrt verlief vertraut kurzweilig durch genügend Lesestoff, Schlafbedarf oder Karten- und Würfelspiele, sodass wir um 22.00 alle in Bernhausen am Bahnhof ankamen.
Abschließend möchten wir uns zum einen bei den Lehrern/Kollegen bedanken, die die Schüler verständnisvoll vom Unterricht befreit haben zum anderen bei Frau Wenger-Morschett und Herrn Vohl, die sowohl die Planung und Organisation als auch die Verantwortung für diese Studientage übernommen haben und natürlich geht ein Dank an den Bundestag, der die Exkursion durch Zuschüsse erst möglich gemacht hat.
DANKE! ES WAREN DREI TOLLE TAGE !
Maximilian Klumpp, Jgst. 2
Bericht Exkursion Berlin
Tag 1 (Mittwoch, 20.03.2013)
Um 7.30 Uhr war Treffpunkt am Bernhauser Bahnhof, Frau Wenger-Morschett verteilte Bahntickets an die Schüler des vierstündigen Gemeinschaftskundekurses des Eduard-Spranger-Gymnasiums. Wir hatten einen Termin im Bundestag bekommen und fuhren deshalb in den letzten 3 Tagen vor den Osterferien nach Berlin.
Müde saßen die meisten Schüler und Schülerinnen in der S-Bahn und wachten während der Fahrt nach Stuttgart nur langsam auf. In Echterdingen stieg Herr Vohl mit einigen Schülern zu. Wir hatten in Stuttgart 20 Minuten Zeit, bis unser ICE Stuttgart-Berlin auf Gleis 10 ankam. Diese wurde noch genutzt, um die Vespervorräte aufzufüllen oder eine letzte Zigarette vor der langen Zugfahrt zu rauchen. Natürlich wurden wir auch mit Stuttgart 21 konfrontiert: Ein Mann verteilte das Projektmagazin „Bezug“.
Die ca. 6 Stunden Fahrt vergingen wie im Flug. Nachdem wir unsere reservierten Plätze eingenommen hatten, wurde gelesen, geschlafen, es wurden Karten- oder Würfelspiele gespielt und Muffins verteilt, denn Theresa Naumann wurde 18 Jahre alt. Am Berliner Bahnhof angekommen, erhielten wir unsere Bahnmarken für das gesamte Bus- und U-Bahnnetz. Nach einer kurzen Fahrt mit der „Abgeordnetenbahn“ U55 (sie verdankt ihren Namen dem Umstand, dass sie nur an den Haltestellen „Hauptbahnhof“, „Bundestag“ und „Brandenburger Tor“ hält) und einem 10minütigen Fußmarsch kamen wir am „Cityhostel Berlin“ an. Nach der Zimmereinteilung und Verlesung der Hausordnung hatten wir erst einmal Zeit, unsere Zimmer zu beziehen und uns kurz auszuruhen. Um 16.22 Uhr ging es dann mit der U2 Richtung Pankow von der Haltestelle „Mohrenstraße“ los zu unserer Stadtführung.
Diese begann am Rolandufer- leider bei eisigen Temperaturen!
Zuerst wurde uns die Geschichte der Stadt Berlin nahegelegt: Von den zwei Städten Berlin und Köln über die florierende Handelsstadt Berlin, die dreimalige Hauptstadt (1701 in Preußen, 1871 in Deutschen Reich unter Bismarck und schließlich im Dritten Reich) und letztendlich über den heutigen Schmelztiegel vieler Kulturen. Wir sahen das „Rote Rathaus“, die Nikolaikirche, den Alex auf dem Alexanderplatz, Marx und Engels, die Museumsinsel, den Opernplatz und schließlich endete unsere Führung vor dem Brandenburger Tor, dem ehemaligen Stadttor der Stadt Berlin. Am Pariser Platz sahen wir die französische und amerikanische Botschaft. Wir versuchten, alle 22 Schüler und 2 Lehrer in einen Aufzug zur U-Bahnstation zu quetschen, es stieg sogar noch ein fremder Mann ein. Die Hektik hatte sich jedoch nicht gelohnt: Aufgrund eines Polizeieinsatzes in der Nähe des Hotels „Adlon“ kam es zur Verspätung der U-Bahnen.
Abends gingen wir gemeinsam im „Prater Biergarten“/Prenzlauer Berg Essen und hatten danach Zeit zur freien Verfügung. Der anhaltende Schneefall trieb viele in warme Bars, Clubs oder zurück ins Hostel. Dort wurden wieder die Karten und Würfel ausgepackt bis um 0.35 alle Schülerinnen und Schüler zurück waren und wir (brav) nach oben in die Zimmer gingen.
Tag 2 (Donnerstag, 21.03.2013)
Nach einer zum Teil sehr kurzen Nacht gab es um 8.30 Uhr Frühstück in Form eines vielfältigen Buffets. Die Suche nach einem freien Sitzplatz gestaltete sich schwierig, aber irgendwann hatte dann doch jeder seinen Frühstücksteller vor sich. Nun hatten wir wieder Zeit zur freien Verfügung, um Berlin zu erkunden.
Um 11.00 war Treffpunkt vor dem Bundestag. Dort erhielten wir erst einmal ein Umhängeschild „Tribüne“, mit dem wir durch die Sicherheitsschleuse, vergleichbar mit der am Flughafen, durften. Weiter ging es direkt zum Empfang und zur Garderobe im Bundestag. Im Bundestag ist alles strengstens überwacht, selbst die Toilettentüren sind schusssicher. Um 12.00 durften wir der Diskussion über die soziale Gestaltung der Energiewende beiwohnen. Die ca. einstündige Debatte wurde z.T. hitzig geführt, das Ergebnis der abschließenden Abstimmung war aufgrund der Mehrheitsverhältnisse dann doch sehr eindeutig.
Unser für 14.00 angesetztes Gespräch mit Rainer Arnold verspätete sich ein wenig, da es zu einem Kommunikationsproblem gekommen war. Er widmete sich uns dafür die restliche Zeit über sehr intensiv. In unserem Gespräch ging es über die Politikverdrossenheit der Bevölkerung, den Afghanistaneinsatz, den Einsatz von (Kampf-)Drohnen, die Waffenexporte der Bundesrepublik und Diplomatie insgesamt – alles Themen des schriftlichen Abiturs!Rainer Arnold ging ausführlich auf die vorbereiteten Fragen ein und schlug vor, das Gespräch am Eduard-Spranger-Gymnasium oder bei einem Kaffee nach dem schriftlichen Abitur weiterzuführen.
Vor dem anschließenden gemeinsamen Mittagessen hatten wir nochmal kurz Freizeit, die von den Meisten für einen kurzen Snack einer „echten Berliner Currywurst“ oder bei „Dunkin‘ Donuts“ genutzt wurde. Anschließend gab es im nahegelegenen Restaurant des Bundestages nach einer weiteren Sicherheitsschleuse entweder Reis und Gemüse mit Schweinemedaillons in Rahmsoße oder vegetarische Spaghetti zur Auswahl. Dort plante jeder den weiteren Nachmittag, denn es gab noch viel zu sehen: „Hard Rock Cafe Berlin“, das „KaDeWe“, die „East Side Gallery“ und, und, und…
Das Abendessen erfolgte in Eigenregie, Treffpunkt war erst um 0.45 im Hostel. Dieses Mal waren nicht alle pünktlich, da die letzte Bahn um 0.45 in die falsche Richtung bestiegen wurde. Dank des großartigen Taxinetzes Berlins waren dann doch alle um 1.00 im Hostel. In der Zwischenzeit spielten noch einige Schülerinnen und Schüler mit den Lehrern „Mäxle“ und schließlich ging wieder jeder auf sein Zimmer.
Tag 3 (Freitag, 22.03.2013)
Am Tag der Abfahrt konnten wir ein letztes Mal das leckere Frühstücksbuffet genießen, um 10.00 mussten dann die Zimmer ausgeräumt sein. Das Gepäck konnten wir im Keller abstellen, denn wir wollten noch das Stasi-Museum besuchen und die Koffer wären dabei nur hinderlich gewesen.
Herr Bubke, ein Zeitzeuge, führte uns durch das Haus und informierte unterhaltsam und kurzweilig über die Geschichte der DDR mit ihrer Ideologie, der Mauer und gegenseitiger Spionage. Er endete seine Führung mit dem Fazit, wie glücklich wir uns schätzen könnten, in einer Demokratie leben zu dürfen.
Auf dem Weg zurück in der Straßenbahn unterhielten uns Straßenmusiker mit lustiger Musik. Die weitere Zeit stand zur freien Verfügung, viele probierten noch zum Abschluss die „beste Currywurst Berlins“ oder den „besten Döner Berlins“ und kauften sich genügend Vesper für die Heimfahrt.
Vom Hostel ging es dann wieder den bekannten 10minütigen Fußmarsch zur U-Bahnhaltestelle „Brandenburger Tor“ und von dort mit der U 55 zum Hauptbahnhof. Dort gab es die letzte Gelegenheit, sich einen Kaffee oder ein Brötchen für die Fahrt zu kaufen.
Die sechsstündige Heimfahrt verlief vertraut kurzweilig durch genügend Lesestoff, Schlafbedarf oder Karten- und Würfelspiele, sodass wir um 22.00 alle in Bernhausen am Bahnhof ankamen.
Abschließend möchten wir uns zum einen bei den Lehrern/Kollegen bedanken, die die Schüler verständnisvoll vom Unterricht befreit haben zum anderen bei Frau Wenger-Morschett und Herrn Vohl, die sowohl die Planung und Organisation als auch die Verantwortung für diese Studientage übernommen haben und natürlich geht ein Dank an den Bundestag, der die Exkursion durch Zuschüsse erst möglich gemacht hat.
DANKE! ES WAREN DREI TOLLE TAGE !