Excursion au Parlement Européen à Strasbourg

14 novembre 2018

„Es ist Straßburg, wo der europäische Geist am offensten und reinsten ist.“
(Louise Weiss, 1893-1993, 1979 Abgeordnete des Europaparlaments und "Großmutter Europas")

Wie sieht der Alltag eines Europa-Abgeordneten aus? Hat er auch mal Erfolgserlebnisse?

Wie sitzen die verschiedenen politischen Familien im Plenarsaal? Wie läuft eine Debatte ab, und warum ist der Plenarsaal während der Debatten oft so leer? Sind Europa-Abgeordnete etwa faul und schwänzen die Debatte? Wie wird man überhaupt Europa-Abgeordneter? Und warum ist das Europa-Parlament in Straßburg - weit weg von der Europäischen Kommission, und welche Bedeutung hat es für uns Europäer?

Mit diesen Fragen machen sich am 14. November 2018 die 44 Französisch-Schülerinnen und -Schüler der 10c und der beiden Jahrgangsstufen des ESG um 7 Uhr morgens im gemütlich warmen Reisebus auf nach Straßburg, begleitet von ihren Lehrerinnen und einer Referentin des Europazentrums Stuttgart, die alles für uns organisiert hat.

Nach einer kurzen Rundfahrt durch das Europaviertel und dem Passieren der Sicherheitskontrolle - wie im Flughafen - begrüßt uns eine Mitarbeiterin der Friedrich-Ebert-Stiftung und führt uns durch das imposante Gebäude, eine Ellipse aus Stahl und Glas, in einen großen Sitzungssaal. Dort haben wir - mit einer kleinen Verzögerung - Gelegenheit zum Gespräch mit dem baden-württembergischen Europa-Abgeordneten Peter Simon: einer von 751 Abgeordneten und Vertreter der europäischen Sozialdemokraten S&D: einer von acht Fraktionen des EPs.

Der Grund für die Verzögerung ist auch gleich die Erklärung dafür, warum der Sitzungssaal während der Debatte überschaubar leer ist: die Abgeordneten treffen sich in den Ausschüssen oder bereiten im kleinen Fachkreis die anschließende öffentliche Abstimmung vor. Ohne dass wir uns zu Wort melden müssen, beantwortet Peter Simon alle unsere Fragen ... Er ist leidenschaftlicher Europäer und beschwört uns Interesse für Europa zu zeigen und zu wählen !!!! Im Mai 2019 ist die nächste Europawahl, eine "Schicksalswahl",  und einige von unserer Gruppe sind dann erstmals wahlberechtigt.

Nachdem wir zu einem offiziellen Fototermin mit unserem Gastgeber aufgestellt worden sind - nach französischer manière un peu sévère - kommen wir genau zur Pause auf die Tribüne des Plenarsaals und verpassen die Abstimmung der Debatte über Online-Handel und Standards für CO2-Emissionen von LKW. Dafür werden wir entschädigt durch ein Highlight: Ein Staatsgast, der Präsident von Südafrika, wird mit allen protokollarischen Ehren empfangen und richtet mit bewegenden Worten die Aufmerksamkeit der Abgeordneten auf die Afrikanische Union und die besondere Rolle Südafrikas, das in der Tradition von Nelson Mandela innerhalb der Afrikanischen Union für Menschenrechte und Menschenwürde kämpft. Wir können über Kopfhörer seine Rede in allen gewünschten europäischen Sprachen zu verfolgen. Wieder ist man un peu sévère mit uns: 20 Minuten sind wir auf der Tribüne, mehr geht nicht. Wir werden noch mit einem Informationspaket versorgt und freundlich verabschiedet.

Der frühe Nachmittag lässt noch Zeit für flammekueche, bredele & Co. im Zentrum von Straßburg rund um la Cathédrale, la Maison Kammerzell et la Petite France, dann bringt uns der Bus im dichten Verkehr sicher nach Hause.

G. Ebeling, N. Raithel, A. Kopp

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