Interview mit Joscha Kappel

Einen Tag lang durfte Joscha Kappel, Schüler der Jahrgangsstufe 2 des Eduard-Spranger-Gymnasiums Filderstadt der Kultusministerin von Baden Württemberg Prof. Dr. Marion Schick über die Schulter schauen. Was er dabei alles erlebt hat, schilderte er uns im Gespräch.

 

Joscha, zu Beginn bitte sieben schnelle spontane Antworten.

Der gestrige Tag in drei Stichworten: aufregend, interessant und lustig

Gut gefallen hat mir besonders: Das Auftreten von Frau Ministerin Schick.

Gar nicht gefallen hat mir: Dass ich relativ wenig Zeit hatte, auch selber ins Gespräch zu kommen.

Ich wäre fast eingeschlafen bei: Gar nichts. Es war alles sehr spannend.

Wo hat die Ministerin studiert? Das kann ich Dir nicht sagen, aber ich weiß, wo sie promoviert hat. An der Bundesbildungsuniversität in München in Wirtschaftspädagogik.

Wo sitzt das Bildungsministerium in Stuttgart? Neues Schloss 4.

 joscha

Wie bist Du eigentlich zu diesem besonderen Tag gekommen?

Auf einem Regionalmeeting von MicroMarcro war Frau Schick als Gastrednerin anwesend. Dort hat sie sich erkundet, wer Interesse hätte, einmal mit ihr ins Gespräch zu kommen. Maximal 10 von 300 bis 400 Jugendlichen meldeten sich. Da dies aber, trotz ihrer Zuneigung zum Minderheitenschutz, ihre Rede unkontrollierbar in die Länge ziehen würde, bat sie uns, uns doch besser an das Kultusministerium in Stuttgart zu wenden, falls Interesse bestünde. Noch am gleichen Tag habe ich nachgefragt, ob das Angebot noch stehe.

 

Und dann hast Du die Zusage bekommen?

Ja.

 

Wie ist Dein Gesamteindruck von dem Tag?

Er war auf jeden Fall vollgepackt. Ich fand ihn an sich interessant, ich hatte ja keine Verpflichtungen, wie Reden halten oder Diskussionen führen, ich saß einfach dabei und es war wirklich spannend, interessant und vielseitig.

 

Kannst Du uns kurz den ungefähren Ablauf des Tages skizzieren?

Zuerst waren wir bei der IHK, der Industrie- und Handelskammer in Stuttgart, dort ging es um die Vorstellung des Berichts der „Enquète“-Kommission, einer Kommission des Landtags, die sich mit der Aus- und Weiterbildung für Jugendliche im Jahr 2030 beschäftigt hat, also für Jugendliche, die noch gar nicht geboren sind.

Anschließend ging es dann ins neue Schloss, mit ihrem Dienstwagen, einem Audi A8. Dort hatte sie noch einige kurze Gespräche, dann kamen Vertreter eines Aktionsbündnisses, dessen Namen ich hier leider nicht nennen darf.

Danach kam die ehemalige baden-württembergische Kultusministerin Marianne Schultz-Hector mit zwei Professoren von der Universität für Bildende Künste in Stuttgart und hat einen Film über die Orientierungsplanung für Kindergärten vorgestellt.

Zum Schluss gab es noch ein Treffen im großen Sitzungssaal des Ministeriums zum Thema Führungskraftentwicklung in Schulen.

 

Wie lange warst Du schlussendlich unterwegs?

Vom Beginn der Veranstaltung bei der IHK morgens um zehn Uhr bis gegen vier Uhr nachmittags, als ich das Neue Schloss verlassen habe.

Wurden Deine Erwartungen erfüllt?

Meine Erwartungen wurden in der Hinsicht auf das, was ich erlebt habe, übererfüllt, aber ich hätte mir natürlich noch mehr gewünscht, selber mit den Menschen dort ins Gespräch zu kommen, was jetzt so einfach nicht möglich war, da die Ministerin einen sehr engen Zeitplan hatte

 

War dieser Tag ein Einblick für eine eventuelle spätere politische Tätigkeit?

Als Kultusminister? – Gerne (lacht).

Nein, ich denke, es war hauptsächlich weil es mich interessiert hat, wie das Thema „Zukunft der baden-württembergischen Bildung“ auch konkret ausgestaltet wird.

 

Werden wir Dich später einmal in der Politik sehen?

Auf jeden Fall, aber nicht primär, sondern mit der Intention als Ingenieur als Vertreter der Industrie gewisse Dinge einzubringen, die heutzutage einfach zu kurz kommen.

 

Das Gespräch führte Pascal Thiel.

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