Am 14. Oktober unternahmen die Schülerinnen und Schüler des Biologiekurses von Herrn Mayer eine Exkursion ins Neurolabor nach Tübingen. Das Neurolabor (www.neuroschool-tuebingen-neurolabor.de) bietet Schülerinnen und Schülern der gymnasialen Oberstufe seit einigen Jahren die Möglichkeit, neurowissenschaftliche Themen in praktischen Experimenten zu erfahren. Der Kurs konnte unter Anleitung von wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern acht Experimente zur Neurobiologie durchführen.


Im Projekt ASURO programmierten Max, Hien und Jonathan einen fahrbaren Roboter. Das selbstgesteckte Ziel war die Fahrt des Roboters durch Das-Haus-des-Nikolaus. Weiter diente der Roboter als Modell für das Verhalten von Pantoffeltierchen oder für ein bestimmtes Verhalten von Ameisen.
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Lisa, Pia und Tobias arbeiteten an der Anatomie und Physiologie eines Lammhirns. Unter Anleitung wurde das vollständige Gehirn von außen nach innen präpariert. Beispielsweise wurde von der Gruppe der Hippocampus freigelegt, der eine wichtige Rolle beim Übergang vom Kurzzeit- in das Langzeitgedächtnis spielt.
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Mit der Elektromyographie (EMG) beschäftigten sich Liridona, Kim und Fabian. Bei diesen Experimenten wurden beispielsweise Elektroden auf der Haut aufgebracht und untersucht, wie sich die elektrische Ableitung der Muskeln unter verschiedenen Bedingungen verändert. Wie reagiert beispielsweise der Bizeps beim Anspannen oder beim Auflegen immer schwererer Gewichte. Außerdem führte die Gruppe einen Versuch durch, um die unterschiedlichen Reaktionszeiten von Reflexen und willkürlichen Bewegungen zu ermitteln
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Die vierte Gruppe (Nam, Corbinian und Jonathan) entwarf Experimente zur Untersuchung des Elefanten-Rüssel-Fischs und des Messerfischs. Welche elektrischen Reaktionen zeigen die Fische beispielsweise bei Erhöhung der Wassertemperatur, bei Stress, Musik, Futtergabe oder beim Durchschwimmen einer Kunststoffröhre. Sie klärten aber auch, wie Fische überhaupt mithilfe von Elektrozyten Elektrizität erzeugen können.

 
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Mit dem motorischen Lernen experimentierten Lisa Maria und Laura-Marie. Sie entwickelten ein Experiment, mit dem man das Erlernen zielgerichteter Bewegungen untersuchen kann. Hierbei wurde den Probanden auch eine Prismabrille aufgesetzt, die alles Gesehene um 10 Grad nach rechts verschiebt. In einem weiteren Versuch arbeitete die Gruppe mit einer Spiegelbrille, die beispielsweise spiegelverkehrtes Sehen oder Sehen auf dem Kopf ermöglichte.
 



 
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Das EEG (Elektroenzephalogramm) war das Thema von Stephani und Rebecca. Sie arbeiteten an der Ableitung der Hirnströme des menschlichen Gehirns, welche erkennen ließen, auf welche Muster und Bilder das Gehirn besonders schnell reagiert.
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Hoeren_1 Lea und Anna wollten herausbekommen, ob sich die untere Hörschwelle von jugendlichen Musikern und Nicht-Musikern unterscheidet. Die gerade noch hörbare Lautstärke wurde bei den verschiedenen Probanden bei unterschiedlichen Frequenzen untersucht. In einem weiteren Versuch wurde die Hörschwelle junger Erwachsener mit der von älteren verglichen. Des Weiteren erarbeitete sich die Gruppe die Anatomie des Ohrs.

 

Mit dem Sehsinn und dem Auflösungsvermögen des Auges experimentierten Tram Anh, Corinna und Franziska. Die Unterschiede zwischen dem Gelben Fleck und anderen Netzhautarealen wurde im Eigenversuch ermittelt.
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Alle Experimente wurden von den Schülerinnen und Schülern selbst durchgeführt und aufbereitet. In einer großen Abschlussrunde präsentierten die einzelnen Gruppen ihre Versuche, Ergebnisse und sprachen auch Probleme und Fehlerquellen der Ergebnisse an.

Wir danken Herrn Ilg und seinem sehr freundlichen und kompetenten Team für den tollen Tag im Neurolabor Tübingen.




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