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Datenschutz, Facebook, Cybermobbing – schon seit geraumer Zeit wird über die Gefahren sozialer Netzwerke, besonders in Bezug auf Jugendliche diskutiert. Vor allem die Eltern der Jugendlichen sind besorgt um ihre Kinder – zu Recht?

Auch das ESG beschäftigt sich mit diesem Thema und bietet Workshops dazu in der Klassenstufe 8 an. Letzte Woche wurden speziell die Eltern zu einem Vortrag darüber in die Schule eingeladen. Der Referent, ein Student der Medienwissenschaften an der Universität in Hohenheim, erklärte insbesondere, was die Jugendlichen genau am Computer machen, welche Art von Medien sie dabei benutzen und wo dabei die Chancen und Risiken liegen.

Häufig wird in diversen Berichten oder Dokumentationen im Fernsehen alles mehr oder weniger „schlechtgeredet“, was mit den Neuen Medien einhergeht. Ganz anders war hier dieser Vortrag: anstatt –wie so oft- Panik auszulösen, wurden die Eltern vielmehr aufgeklärt. Kernpunkt war hierbei das Verständnis für die Kinder.

Durch Demonstrationen erhielten die Eltern Einblicke in den „Medien-Dschungel“ und nützliche Tipps, was sie zu einem ungefährlichen Umgang mit den Medien beitragen können. Dabei ist sehr wichtig, dass die Kinder lernen, bewusst mit Internet und anderem umzugehen. Medien sind in Ordnung und ungefährlich, solange man sich an gewisse Regeln hält. Das bedeutet, dass die Kinder bzw. Jugendliche begreifen müssen, dass stundenlanges Fernsehen, „Vor- dem- Computer- sitzen“ oder „SMS- Schreiben“ nicht das soziale Leben ersetzen kann!

Ein weiterer, interessanter Tipp für die Eltern ist, sich zusammen mit den Kindern einmal bewusst die Aktivitäten in Facebook&Co. anzusehen und die Datenschutzeinstellungen zu überprüfen.



Zusammengefasst ist den Eltern also entschieden davon abzuraten, sich zu sehr von den zahlreichen Diskussionen über soziale Netzwerke usw. einschüchtern zu lassen. Besonders überstürzte Verbote werden die Kinder und Jugendlichen nicht davon abhalten, sie weiterhin zu nutzen. Es ist ratsamer, sich Zeit für die Kinder zu nehmen, um zu verstehen, was sie dazu verleitet, solche Medien zu nutzen und sich mit ihnen die möglichen Datenschutzeinstellungen anzuschauen. So wird der „Medien - Dschungel“ ein Stück weit sicherer und berechenbarer.

Amelie Wehrle und Hannah-Lili Widmann

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