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Am 05.02.2014 bekam die Klassenstufe 9 im evangelischen Religionsunterricht einen Besuch der Bestatterin Frau Rolf. Frau Rolf ist 37 Jahre alt, hat Theologie studiert, ist danach Bestatterin geworden und seit 6 Jahren selbstständig. Durch den Tod eines Familienmitgliedes hat sie sich viel mit dem Thema Tod auseinandergesetzt und hat so zu diesem Beruf gefunden.
Zuerst klärte sie uns über die Aufgaben ihres Beruf auf. Zu diesen gehören zum Beispiel, dass sie mit den Angehörigen des Verstorbenen ein Trauergespräch führt, die Verstorbenen abholt, versorgt und einbettet. Außerdem muss sie ein Büro (Todesanzeigen, Briefe schreiben), eine Werkstatt (Särge, Schilder auf Grabsteinen anfertigen) und eine Verwaltung (Buchhaltung) haben.
Sie sagt aber auch, dass es viele Herausforderungen in diesem Beruf gibt, zum Beispiel, dass man immer unter Zeitdruck steht, weil man nur ungefähr eine Woche Zeit hat, um eine Beerdigung vorzubereiten und es ca. 400 Sterbefälle pro Jahr gibt, die sie betreuen muss.
Eine Beerdigung ist immer sehr kostspielig! Es gibt so gut wie keine unter 3000€! Mit Musik kann man sogar bei 7000€ liegen oder noch mehr.
Eine Bestatterin muss 365 Tage im Jahr ansprechbar sein und darf sich keinen Stress oder Anspannung anmerken lassen!
Wenn jemand gestorben ist, haben die Angehörigen das Recht, auch alles ohne Bestatter zu machen, d.h, dass sie sich selber um die Beerdigung kümmern können. Aber auch wenn man zum Bestatter geht, kann man seine Wünsche äußern und der Bestatter hat die Aufgabe, diese wenn möglich zu erfüllen. Oft werden die Angehörigen nicht über ihre Möglichkeiten aufgeklärt.
Frau Rolfs Wünsche in ihrem weiteren Berufsleben sind:
- Angehörige sollen sich mehr Zeit lassen, wenn ein Mensch gestorben ist
- Die Gesellschaft soll lernen mit dem Tod normal umzugehen 
- Auf dem Friedhof soll es mehr Licht und Farbe geben, nicht alles schwarz
Am Ende der Stunde konnten wir ihr noch Fragen stellen, die sie dann beantwortet hat. Außerdem hat sie uns noch einen Spruch mit auf den Weg gegeben. Dieser lautet: „Der Tod ist kein Abbruch sondern ein Aufbruch in ein verwandeltes Leben.“
Für uns war es eine tolle und neue Erfahrung, die uns Frau Rolf gegeben hat. Wir konnten daraus sehr viel lernen und haben jetzt auch eine andere Sichtweise gegenüber dem Tod und dem Sterben.
Sarah Seifried, Lucy Kleinschmidt
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