Dass Bücher auch in der heutigen, durch Technik dominierten Zeit nichts von ihrem Zauber verloren haben, stellte die Unterstufen-Theater-AG eindrucksvoll mit dem Theaterstück „Das Zauberbuch“ dar. Dazu luden die Sechs- bis Achtklässler am 20. November um 18 Uhr in die Aula des ESG ein.

Ihrer Einladung folgten zahlreiche Eltern, Freunde, Schüler und Lehrer, sodass alle Plätze schnell besetzt waren.

Pünktlich begann das Stück, in dem es um den computerbegeisterten Jungen Bruno (Tom Harbort) und seine Erfahrungen mit einem Zauberbuch geht, welches seine Großeltern ihm zum Geburtstag geschenkt haben.

Die anwesenden Erwachsenen werden sich zu Anfang des Stückes in die alltägliche Situation zu Hause versetzt gefühlt haben. Das Kind kommt mittags nach der Schule nach Hause und verschwindet nach kurzer Zeit und einigen dürftigen, einsilbigen Antworten auf die Fragen der Mutter (Yasmin Elhadj) in sein Zimmer, um am Computer zu spielen.

Auch als der schwerhörige Opa Alfred (Jozef Babin) und Brunos liebevolle Oma Else (Lara Wagner) zum Geburtstagskaffee vorbeikommen und Bruno ein geheimnisvolles Buch mitbringen, geht dieser nach kurzer Zeit wieder auf sein Zimmer. Auch Brunos Freunde Fabian (Simon Vogel) und Nina (Ann-Kristin Minberg) können Bruno nicht zum gemeinsamen Spielen anregen, er bemerkt nicht einmal, dass sie gehen.

Als Bruno schließlich im Bett liegt, wirft er das Märchenbuch achtlos in die Ecke seines Zimmers, da er behauptet, sowieso alles über Märchen zu wissen und sie deshalb nicht lesen will. Doch in dieser Nach erwachen die Märchenfiguren zum Leben. Die fünf Zwerge (Ann-Kristin Minberg, Jozef Babin, Lara Wagner und Yasmin Elhadj) kommen zum Pfefferkuchenhaus der bösen Hexe aus "Hänsel und Gretel" (Sophia Hartmann), und auch Rotkäppchen (Stella Schmid) ist vom rechten Weg zu ihrer Großmutter abgekommen. Für die Hexe ein Glücksfall – hat sie doch nun sechs Menschen zum Verspeisen. Die Buchstaben A,B, N und S (i. d. Reihenfolge: Miriam Thiel, Svea Kremer, Simon Vogel und Nadja Förster) versuchen zunächst vergeblich, Bruno davon zu überzeugen, die richtigen Märchen zu lesen und so die fünf Zwerge und Rotkäppchen zu retten. Erst als die Prinzessin auf der Erbse bei ihm ein Nachtlager ersucht, beginnt Bruno lesen zu lernen und die Märchen durchzulesen. Dadurch frisst der gruselige Wolf (Samuel Pasler) die böse Hexe auf.

So rettet Bruno nicht nur die Märchenfiguren, sondern stellt auch fest:

Lesen macht Spaß!

Nach Ende des Stückes folgte ein langanhaltender, tosender Applaus, den sich die DarstellerInnen für ihre schauspielerische Leistung wirklich verdient hatten. Jede und jeder Einzelne hatte seine Rolle erfolgreich umgesetzt und so konnte die Gruppe für eine Dreiviertelstunde das Publikum den Alltag vergessen und dafür das Kopfkino spielen lassen.

Ein großer Dank geht auch an die Personen im Hintergrund, ohne die eine solche Aufführung nicht möglich wäre: Unterstützt wurde die Schauspielgruppe an diesem Abend von der Technik-AG, die für das passende Licht und die nötigen technischen Mittel sorgte.

Auch die beiden BK-Lehrerinnen Eva-Maria Grünwald und Vera Mayer halfen maßgeblich mit, indem sie zusammen mit Schülern für das passende Bühnenbild sorgten.

Den drei Schülerinnen, die bei der Maske und Assistenz sowie beim Soufflieren halfen, einen großen Dank! Auch an Anne Jansohn, die ebenfalls Regie bei diesem Stück führte, einen großen Dank! Einen besonderen Dank an Melanie Schallenmüller, die die Unterstufen-Theater-AG leitet. Ohne sie wäre so eine pädagogisch wertvolle Arbeit am ESG gar nicht möglich!

Noch eine Anmerkung: Aufgrund des großen Erfolgs findet für die Schüler des ESG noch eine weitere außerplanmäßige Aufführung am Mittwoch, dem 27. November 2014, um 14:30 statt! Dazu sind alle herzlich eingeladen – die Theater-AG freut sich auf euch!

Isabelle Schrubbe

 

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