Am Dienstag den 12.10.2010 unternahm der 4-stündige Chemiekurs der Jahrgangsstufe 1 von Herrn Wöllhaf eine ganztägige Exkursion. Ziel dieser Exkursion war nichts Geringeres, als die weltgrößte, zusammenhängende, chemische Industrieanlage. Was wäre auch naheliegender, schließlich befindet sich dieser Fabrikenverbund der Badischen Anilin- und Sodafabrik (BASF) kaum zwei Autostunden entfernt in Ludwigshafen.
Nach unserer Ankunft bekamen wir zunächst im Besucherzentrum einen Überblick über die Geschichte, den Produkt- sowie Produktionsumfang der BASF sowie einige Daten und Zahlen. Letzteres wirkt besonders beeindruckend, wenn man darüber informiert wird, dass die Betriebe auf dem 10 km² großen Areal von drei großen Kraftwerken versorgt werden, insgesamt mehr als 15.000 Betriebsfahrräder existieren oder die dortige Kläranlage problemlos die Abwässer der Schweiz reinigen könnte.
Bei der anschließenden Werksbesichtigung erhielten wir hochinteressante Einblicke in Anlagen, von denen man nicht einmal träumen könnte, weil es dazu an Vorstellungskraft mangeln würde. Wir besichtigten also die Lufttrennanlage, die bei extrem niedrigen Temperaturen von minus 196 °C Luft in ihre Bestandteile zerlegt und den Steamcracker, eine gigantische Anlage, die mit Hilfe von heißem Dampf Naphta, das Rohbenzin, „crackt“. Aus den entstehenden Kohlenwasserstoffen wird nahezu jeder vorstellbare Kunststoff hergestellt.
Abgerundet und beendet wurde der Besuch von einem ausnehmend leckeren Mittagessen in einer der vielen Kantinen. Ein besonderer Dank muss jedoch noch an Herrn Klein gehen, der mit der BASF groß wurde und trotz Pensionierung noch Spaß daran hatte, uns Schüler fast einen ganzen Tag lang mit einer großartigen Fülle an Hintergrundinformationen zu berieseln und an Herrn Wöllhaf, der die Exkursion überhaupt erst initialisierte.

 

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