Mensa3

Am 2. Mai ging die Reise nach Sizilien endlich wieder los. Schülerinnen und Schüler warteten ungeduldig am Flughafen, um nach Enna zu gelangen, das in der Mitte von Sizilien liegt und etwa 1000m hoch ist.  Unsere drei Begleitpersonen, Frau Leser, Frau Kohner und Frau Chatzinikolaou waren zugegen, ebenso wie unsere Italienischlehrerin Frau Sonnhütter, die leider nicht mitgeflogen ist, aber ihre Klasse verabschieden wollte, worüber wir uns sehr freuten.

Koffer waren bis zum Bersten gefüllt, es wurde eingecheckt und alle verabschiedeten sich von ihren Familien, um für 10 Tage weit weg zu fliegen und in die italienische Atmosphäre einzutauchen. Auf uns warteten ereignisreiche Tage und selbst die einstündige Verzögerung beim Abflug ließ die Vorfreude nicht eindämmen, da schon viele, enge Freundschaften in Deutschland geschlossen worden sind und das Fernweh immer stärker wurde.
Nach einem zweistündigen Flug angekommen, erwartete uns der Flughafen von Catania, der klein aber nett war und warme Sonnenstrahlen, die uns auf weitere schöne Tage hoffen ließen. Ein Bus brachte uns auf einer abenteuerlichen Fahrt nach Enna, die über zahllose Schlaglöcher und enge Straßen führte. Kurz vor der Schule hielt der Bus an und uns wurde berichtet, dass wir unsere Koffer bis zur Schule einen kleinen Hügel hinaufschieben sollten. Viele eingeschlafene Beine begangen den Anstieg und in der kleinen, robusten Schule angekommen, wurden wir in einen stockdunklen Saal geführt.
Schwarz war die vorherrschende Farbe und Hand in Hand stiegen wir Stufen hinunter und wurden dabei von verhaltenem Gekicher begleitet. Plötzlich ging auf einer Bühne das Licht an und wir erkannten unsere alten Freunde wieder. Gespannt warteten wir, was nun passieren würde und kurze Zeit später konnten wir in Deutsch die Dinge hören, die unseren Freunden am meisten im Gedächtnis geblieben sind. Wir waren alle sehr gerührt und nach dieser kurzen Vorstellung wurden wir herzlich und voller Übereifer von allen umarmt und begrüßt. Wir fühlten uns jetzt schon wie zuhause.
Bald darauf wurden wir von unseren Gastfamilien empfangen und in die verschiedenen Ortschaften gefahren, die zeitweilen auch sehr weit auseinander lagen. Dazu zählten Enna alta, Enna bassa, Valguarnera, Villarosa, Raddusa, Calascibetta und Pergusa.
Die nächsten Tage hielten viele Überraschungen für uns bereit. Wir nahmen an dem italienischen Unterricht teil, der uns größtenteils sprachlos zurückließ, da er vollkommen anders war als unser gewohnter Unterricht, besichtigten verschiedene Städte, angefangen bei Enna, Catania und Modica sowie den Ätna, den Pergusa See und konnten das Meer genießen. Abends wurden wir von unseren Austauschschülern ausgeführt und schlossen viele neue Freundschaften und lernten auf sehr schnellem Wege die Herzlichkeit der Italiener kennen. Das Wetter spielte größtenteils mit, jedoch war es an manchen Tagen sehr kalt; kälter als in Deutschland zu dieser Zeit. Auch mit kaltem Wetter konnten wir den Austausch aus vollem Herzen genießen.
Die Freude der Italiener, die riskanten Fahrmanöver, die wunderbaren Landschaften und neue Erfahrungen ließen uns nicht nur einmal den Atem anhalten. In diesen zehn Tagen in Italien haben wir viel Neues gelernt und konnten viel aus der Ferne mitnehmen. Enna war eine ältere Stadt, die manchmal beinahe ein wenig brüchig wirkte, versprühte hingegen ihren eigenen Charme und bescherte uns viele denkwürdige Momente.
Unsere Zeit in Sizilien ging viel zu schnell vorüber und am letzten Abend in Italien wurden alle mit einem Theaterstück beglückt und einem späteren Ständchen von uns Deutschen. Es war ein tränenreicher Abschied, jedoch kein Abschied für immer, denn ich bin mir ziemlich sicher, dass wir uns bald alle wiedersehen werden.
Der Heimflug erwies sich als ziemlich schwierig und nervenaufreibend, da  der Ätna ausgerechnet an diesem Tag für Aufruhr gesorgt hat –Sizilien wollte uns nicht gehen lassen. Der Landetermin um die Mittagszeit wurde auf 21 Uhr verlegt und nach langem Warten in Catania, einer Weiterreise nach Palermo und einem anstrengenden Flug kamen wir wohlbehalten in Deutschland an.
Zuletzt kann man nur noch hinzufügen, dass es ein fantastischer Austausch mit wunderbaren Lehrern war und wir diese Zeit nie vergessen werden, denn es war unvergleichlich. Vielen Dank für diesen Austausch, vielen Dank an Frau Leser, Frau Kohner, Frau Chatzinikolaou, Frau Sonnhütter und allen italienischen Lehrern und Familien, die diesen Austausch unvergesslich gemacht haben!

Claudia Hinrichs
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