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Ein Thema, das wir in diesem Schuljahr in mehreren Englisch Leistungskursen der 1. Jahrgangsstufe bearbeitet haben, werden wir nicht so schnell vergessen. Wegen seiner Aktualität und Bedeutung sprachen wir in unseren Englischstunden über Migration, speziell auch über die Geschichte der Migration in den USA und unsere persönlichen Beziehungen und Erfahrungen mit Einwanderern. Natürlich wurde das Thema sehr intensiv behandelt, doch das war nicht der Grund dafür, dass es sehr interessant und wichtig wurde.
Auslöser dafür war ein Besuch kurz vor Weihnachten in den Kursen von Frau Lichtenfeld und Herrn Schäfer. Zwei junge Geschwister kamen mit ihrem Vater zu uns in den Unterricht, um als Asylbewerber, die derzeit in Filderstadt wohnen, von ihren Erfahrungen mit der Einwanderung zu erzählen. Die Familie kommt ursprünglich aus Armenien und lebte einige Jahre in Russland. Sie erzählten uns von dort und gaben für uns schockierende Beispiele, wie das Leben in Russland auf den Straßen war. Für uns war es schwer nachzuvollziehen, dass man sich nicht sicher fühlen kann, wenn man sich nur zu Fuß außerhalb der Wohnung aufhält und in dauerhafter Gefahr leben muss.
Die Geschwister, beide Mitte 20, konnten sehr gutes Englisch und trugen eine ausführliche Präsentation vor. Ihr Vater spricht auch Deutsch und einer unserer Mitschüler konnte sich sogar mit ihnen auf Russisch verständigen. Somit war der sprachliche Austausch mit unseren Gästen sehr gut, und wir stellten uns gegenseitig verschiedene Fragen. Es war spannend, schockierend, aber teils hatten wir auch alle etwas zum Lachen.
Mit diesem Besuch wurde das Thema der Migration greifbar und uns direkt vor Augen gebracht. Deshalb sind wir unseren Gästen sehr verbunden für ihren Mut, uns von ihrem Leben und ihren schweren Erfahrungen zu erzählen, und bedanken uns ganz herzlich.
Martin Jetter
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