Anstelle der Amtsautorität
bestimme Vertrauen das Verhältnis.

(Maxime Sprangers)

Eduard Spranger war Philosoph, Pädagoge und Psychologe. Er vertrat einen erneuerten Humanismus und Idealismus.

Der am 27. Juni 1882 in Berlin geborene Spranger war Professor in Leipzig (1911), Berlin (1920) und Tübingen (1946). Er stand in der Tradition der Hermeneutik Wilhelm Diltheys ("Zur Theorie des Verstehens und zur geisteswissenschaftlichen Psychologie", 1918).

In der Lehrerausbildung der Weimarer Republik fanden seine Ideen mit der Gründung der Pädagogischen Akademien in Preußen ihren institutionellen Ausdruck. 1933 reichte Spranger seinen akademischen Abschied ein, lehrte aber in Japan weiter. Er entwickelte in Anlehnung an Diltheys Weltanschauungslehre einen Katalog menschlicher Lebensformen.

Demnach lassen sich der theoretische, ökonomische und religiöse Mensch sowie der Machtmensch unterscheiden ("Lebensformen", 1944). Diese Grundtypen machte Spranger, der den Ausdruck homo oeconomicus prägte, auch in den Phasen der menschlichen Entwicklung sichtbar ("Psychologie des Jugendalters", 1924).

Eduard Spranger starb am 17. September 1963 in Tübingen.
 
 
Je mehr wir verstehen und teilen können,
umso reicher werden wir selbst.

(Eduard Spranger)
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