Aus dem Gutachten der MINT-EC -Jury 

Am 06. Juli 2015 kam die Jury in Berlin zur Auswahl der neuen Netzwerkschulen des MINT-EC zusammen. Anhand der eingereichten Unterlagen wurde folgendes festgestellt:

Auf der Homepage des Eduard-Spranger-Gymnasiums treten das mathematisch-naturwissenschaftliche Profil und MINT stark hervor. Eine Schwerpunktsetzung in diesem Bereich wird mehr als deutlich. Eine hervorragende Seite, auf der alle Profile gleichwertig nebeneinander bestehen, die noch weiter optimiert werden soll und neue Dinge mit aufnehmen wird.

Auch im Schulprogramm wird diese Schwerpunktsetzung umfassend dargestellt. Im Schulprofil werden Maßnahmen und Aktivitäten im gesamten MINT-Bereich erläutert. Alle Schwerpunkte stehen gleichwertig nebeneinander und werden aber auch miteinander verknüpft.

Die Darstellung des MINT-Profils sowohl nach innen als auch nach außen ist hervorragend.

Die Belegungsraten in den MINT-Fächern sind hervorragend. Es werden alle Kurse mit stabilen Zahlen angeboten. Die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit einer Profilbildung in der Oberstufe, diese wird durch zahlreiche Angebote realisiert. Insgesamt zeigt sich, dass die vom Eduard-Spranger-Gymnasium gemachten Angebote im MINT-Bereich nachhaltig gestaltet sind und diese das Interesse der Schüler wecken und es „mitnehmen“ in die Sek. II.

Es bestehen umfassende Angebote im Wahlbereich der Sek. II und mehrere Seminarkurse. Auch schon in der Sek. I bestehen fächerübergreifende und ergänzende Angebote.

Fachwissenschaftliches Arbeiten nimmt am Eduard-Spranger-Gymnasium einen hohen Stellenwert ein. Schon Schülerinnen und Schüler der Sek. I werden fachwissenschaftlich tätig, die Schülerinnen und Schüler werden schon frühzeitig hiermit vertraut gemacht.

Insgesamt zeigt sich ein umfassendes und überzeugendes Konzept der Förderung im MINT-Bereich. Durch die Angebote werden alle Jahrgangsstufen erreicht und die Breite der MINT-Fächer wird abgedeckt. Es findet im Unterricht und durch darüber hinausgehende AGs eine Förderung sowohl der Spitze als auch der Breite statt. Das Angebot geht von AGs, die Interessen wecken, bis zu Wettbewerbsvorbereitungen.

Die breiten Förderangebote finden ihren Niederschlag im Wettbewerbsbereich. Es zeigt sich eine gute Wettbewerbskultur mit guten Beteiligungen.

Es wäre toll, wenn durch die AG Jugend forscht in Zukunft Wettbewerbsteilnahmen erfolgen. Die Entwicklung eines Wettbewerbskonzeptes ist zur Zeit in Arbeit und stellt für das Eduard-Spranger-Gymnasium einen wesentlichen Punkt in der Weiterentwicklung dar. Nach Implementierung eines solchen Konzeptes wird der Bereich Wettbewerbe sicher deutlich weiter vorangebracht.

Der Bereich Kooperationen ist gut aufgestellt. Es gibt sowohl Unternehmenspartner als auch Partner aus der Wissenschaft. Die Kooperationen sind vielfältig, nachhaltig gestaltet und werden in den Unterricht integriert. Insbesondere im Rahmen der SIA wird eng mit Partnern aus der Wirtschaft zusammen gearbeitet. Dieser Bereich soll weiter ausgebaut werden, zukünftige Partner wurden schon in den Blick genommen.

Auch mit den universitären Partnern wird eng zusammen gearbeitet. Eine Vielzahl von Schülerinnen und Schülern profitieren von den Partnerschaften. Insgesamt zeichnet sich ein vielfältiges Bild von Partnern und den damit verbundenen Aktivitäten ab.

Im Rahmen der Studien- und Berufsorientierung zeigt sich ein umfassendes Konzept, das Kooperationspartner eng mit einbezieht. Es bestehen neben allgemeine Angebote spezielle MINT-Angebote, wie das Projekt „Tech@School“. Auch die Einbindung Ehemaliger erfolgt hier. Fachübergreifende Zusammenarbeit genießt am Eduard-Spranger-Gymnasium einen hohen Stellenwert. Dies erfolgt mit allen anderen Fachbereichen, wie Kunst, Wirtschaft und natürlich Sprache durch bilinguale Angebote. Es gibt neben kontinuierlich stattfindender Zusammenarbeit projektbezogene Kooperationen der Fachbereiche.

Die Bewerbung macht deutlich, dass das Kollegium des Eduard-Spranger-Gymnasiums großes Engagement in allen Bereichen aufbringt. Der Leuchtturmcharakter des Eduard-Spranger-Gymnasiums strahlt vielfältig.

Die Bewerbung zeigt, dass das Eduard-Spranger-Gymnasium bei seinen Maßnahmen Nachhaltigkeit und eine langfristige Zielsetzung vor Augen hat. 

Das Eduard-Spranger-Gymnasium hat sich vollständig von einer MINT-freundlichen Schule zu einer MINT-EC-Schule mit einem ausgezeichneten Profil und umfangreichen Angeboten entwickelt.

Insgesamt lag der Jury hier eine umfangreiche Bewerbung vor, die durch Professionalität und Inhalt vollends überzeugt hat.

Die Jury hat daher entschieden, das Eduard-Spranger-Gymnasium als Mitglied in das Excellence-Schulnetzwerk MINT-EC aufzunehmen.

Wir gratulieren Ihnen und der gesamten Schule zu diesem Ergebnis! Wir hoffen, dieser Erfolg wird den Kolleginnen und Kollegen Auszeichnung und Ansporn zugleich sein, um sich aktiv in das MINT-EC-Netzwerk einzubringen. Denn hierauf wird bei der erneuten Zertifizierung 2019 Wert gelegt.

Herzlich willkommen im MINT-EC, dem nationalen Excellence-Schulnetzwerk!

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MINT (Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften) – diese Fächer sind nicht nur im Hinblick auf den Arbeitsmarkt wichtig.


Am ESG gilt der Grundsatz: Fordern und Fördern von Anfang an!

In den Anfangsklassen ist es aus unserer Sicht enorm wichtig, die Kinder ganzheitlich zu fordern und zu fördern. Oft sind fachspezifische Begabungen noch nicht richtig sichtbar, deshalb achten wir darauf, dass sich Begabungen in ihrer Vielfalt entwickeln können und ein tragfähiges Fundament gelegt wird.
 

 

 

Wie fördern wir in den MINT – Fächern?

Wir haben am ESG verschiedene Förderbausteine entwickelt, die die Kinder nicht nur beim Lernen unterstützen sollen. Eine individuelle Beratung und ein vielseitiges Spektrum an Maßnahmen sind uns hier besonders wichtig.

  • Fächersprechstunden z. B. in Mathematik: Hier können sich die Schüler/innen mit ihren Fragen direkt und ohne Anmeldung an die Fachlehrkräfte verschiedener Unterrichtsfächer wenden.
  • Beratungslehrerin: Individuelle Diagnosen bei Lernschwierigkeiten, Beratung und Hilfe beim Lernprozess, Begleitung bei Mobbingfällen und in schwierigen persönlichen Situationen bietet unsere ausgebildete Beratungslehrerin an.
  • Individuelle Lernbegleitung: Vor allem in der Unter- und Mittelstufe unterstützen zwei  Lehrkräfte die Jugendlichen mit individueller Beratung und Hilfe bei der Strukturierung und Planung des Lernens.
  • Förderunterricht: Hier werden gezielt Schüler/innen mit Schwächen in einzelnen Fächern bei deren Aufarbeitung unterstützt.
  • Diagnose- und Beratungssystem: Mit dem am ESG entwickelten Verfahren informieren wir Schüler/innen und deren Eltern individuell über Stärken und Schwächen. Gezielte Maßnahmen können daraufhin gemeinsam entwickelt werden.

Wie fordern wir in den MINT – Fächern?

Wir wollen unseren Schülerinnen und Schülern von Beginn an ein breites Spektrum anbieten. Dadurch können sich viele verschiedene Begabungen herauskristallisieren und sich dann über die ganze Schulzeit hinweg weiterentwickeln. Unser Ziel ist es, den unterschiedlichsten Begabungen gerecht zu werden.
 
 
 
 
MINT in der Unterstufe

In der Unterstufe werden vor allem im Fach „Biologie, Naturphänomene und Technik“ naturwissenschaftliche Kompetenzen geschult, wobei wir sehr großen Wert auf praktisches Arbeiten (Mikroskopieren, Experimentieren, Modelle bauen) legen.
 
 
 

fehling

 
 
 
 
Um Interesse speziell im MINT-Bereich zu wecken, kooperieren wir in Klassenstufe 5 mit dem Fehling-Lab der Universität Stuttgart. Alle Fünftklässler arbeiten dort dann als ‚junge Forscher‘ und auch in den Unterricht selbst holen wir Spezialisten von außen.

Darüber hinaus bieten wir in der Unterstufe zwei speziell naturwissenschaftlich ausgerichtet AG’S an, nämlich die AG „Jugend forscht“ (auch für Mittel- und Oberstufenschüler) und die Lego-AG, in der mit den Robotern von Lego-Mindstorms gearbeitet wird.
 
 
Mint in der Mittelstufe

In der Mittelstufe dann kann als Profilfach NwT gewählt werden. In verschiedenen Unterrichtseinheiten werden fächerübergreifende Fragestellungen behandelt und die Ergebnisse technisch umgesetzt. Wir bauen Holzspielzeuge, sezieren als Beispiel für Gelenke ein Hühnerkniegelenk oder programmieren Roboter.  So wurde zum Beispiel am Tag der offenen Tür von einer neunten Klasse ein Segway-Roboter gebaut, welcher durch ein Schülerhandy steuerbar ist. Außerdem konnten die Besucher gegen einen von den Schülern gebauten Roboter „4 gewinnt“ spielen. Absolutes Highlight war der „tilted twister“, ein Roboter, welcher selbständig einen Zauberwürfel lösen konnte. Die Schülerinnen und Schüler  bauen Lautsprecher, Verstärker, einfache Alarmanlagen , kooperieren mit Festo im Bereich Automatisierungstechnik , experimentieren im Hinblick auf Wärmedämmung, bauen und programmieren Ampelanlagen  und fertigen Werkstücke mit der CNC-Maschine an.
 

lego

 
Parallel zu NwT gibt es auch noch die sehr gut nachgefragten Informatik-AG’s.
 
Wichtig ist, dass hier Theorie und Praxis Hand in Hand gehen und die Schülerinnen und Schüler lernen, aktuelle und globale Fragestellungen interdisziplinär zu bearbeiten.
 
 
 
MINT in der Oberstufe

Am ESG werden alle Fächer, die die Schüler vierstündig belegen wollen, auch vierstündig erteilt. Allein in Physik gibt es zwei vierstündige Kurse, wo in relativ kleinen Gruppen in Physik gearbeitet werden kann. Auch Chemie und Biologie werden vierstündig angeboten.

In Mathematik praktizieren wir das sogenannte Best-of-Modell, das überall Beachtung findet, weil die Ergebnisse überzeugen: Es gibt einen vierstündigen Kurs in Mathematik, den die Schülerinnen und Schüler besuchen, die in Mathe hervorragend sind und dieses Fach oder Ingenieurwissenschaften auch studieren wollen.  Auch hier wird der Lehrplan durchgearbeitet, aber in kurzer Zeit und ansonsten orientiert man sich an Fragestellungen, die eher für die Uni relevant sind. Die Resonanz ist positiv, auch weil in den anderen Kursen mehr geübt werden kann, und da die Klausuren für alle dieselben sind, ist dieses Verfahren gerecht. Positiver Nebeneffekt ist die intensive Zusammenarbeit aller Lehrer. Ergänzt wird dieses Angebot noch durch einen Vertiefungskurs Mathematik und CAD.

Seit Jahren können sich Schüler in der Schüler-Ingenieur-Akademie engagieren und sich mit technischen Fragestellungen beschäftigen. In dieser Akademie kooperieren wir eng mit den Firmen Balluff und SMK.

Kooperationen gibt es darüber hinaus mit der Universität Tübingen (Praktikum im Neurolabor), dem Haus des Waldes(Praktikum zur Ökologie des Waldes)und dem  KIT Karlsruhe (Gentechnisches Praktikum).
 
Berichte finden Sie hierzu auch auf unserer Homepage.
 
Selbstverständlich haben wir auch viele verschiedene Bildungspartner, die dafür sorgen, dass der MINT-Bereich an der Schule dauernd präsent ist. (BORIS-Zertifizierung durch die IHK für optimale Studien- und Berufsvorbereitung).
 
 

MINT-Beauftragter:

Nicolas Wolf (Biologie, Physik, Sport, NwT)

Tübinger Str. 71

70794 Filderstadt

Tel.: 0711 7086110

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

 

MINT-Berichte Schuljahr 2014/15 (Auswahl): 

 

 

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