sorrent_2010

Geschichte, Latein, Italienisch und Sport in einem.

19 Stunden Fahrt - in solchem Ausmaß hatten wir so etwas selten erlebt. Und obwohl dir die ganze Nacht hindurch fuhren, waren wir am Morgen wohl alle müder als am Abend zuvor. Doch als wir endlich im sonnigen, wolkenlosen Sorrent ankamen, wurden alle unsere Hoffnungen übertroffen. Hier im Süden Italiens, in der Nähe von Neapel, wurden wir in Empfang genommen von so viel Sonne, wie wir es im letzten halben Jahr in Deutschland nicht gehabt hatten, azurblauem Meer und einem typisch italienischem, außergewöhnlichen Fahrstil auf engen Straßen. Ganz zu schweigen von der Aussicht, die wir genießen konnten, nachdem wir unser Gepäck zu den Bungalows gebracht hatten, denn von unserem Campeggio aus hatten wir eine fantastische Aussicht auf den Vesuv, den Golf von Neapel, Sorrent und Neapel selbst. Am Abend fand gleich die erste Tour nach Sorrent statt, wo wir das italienische Nachtleben immerhin bis 10.30 Uhr erforschen konnten.
Doch die folgenden Tage machten alles nur noch besser, und los ging es mit Pompeji. Durch Referate seitens unserer Mitschüler erfuhren wir so viel über die Geschichte und erhielten so viele Informationen, wie es eine normale Unterrichtsstunde niemals getan hätte. Und so ging es auch in den nächsten Tagen weiter. Wir besichtigten nach Pompeji auch noch Neapel und Herculaneum, bestiegen den Vesuv und fuhren mit dem Boot hinaus auf die Insel Capri. An all diesen Tagen zusammen legten wir sage und schreibe 64km zu Fuß zurück - wenn man den Weg zu den Bungalows nicht mitrechnete. Und auch die Höhenmeter, die wir erwanderten, waren nicht zu verachten: alleine der Vesuv verlangte uns 150 Höhenmeter puren Fußmarsches ab. Doch wir wurden reichlich belohnt, denn als man auf dem Gipfel stand und sich umblickte, konnte man über ganz Neapel und Herculaneum sehen, und konnte sogar Pompeji erspähen.
Aber trotzdem war der Vesuv nur ein Aufwärmtraining. Auf der Insel Capri legten wir von der Marina Piccola bis zur Villa des Tiberius 300 Höhenmeter zurück, die wir danach natürlich auf wieder bergab liefen.
Sportliche Betätigung hatten wir in der Tat, und der Hunger war fast unvermeidlich. Gott sei Dank machte das die hervorragende italienische Küche, mit der wir verwöhnt wurden, schnell wieder gut.
Doch leider verging die Zeit wie im Flug, und schon bald mussten die Koffer wieder gepackt und zum Bus zurückgebracht werden - und wir waren traurig zu merken, dass eine außergewöhnliche, erlebnisreiche und schlicht und einfach grandiose Studienfahrt zu Ende ging. Wir bedanken uns ganz herzlich dafür, uns dort hin mitgenommen zu haben bei unseren Begleitlehrern Marianne Illi-Schraivogel und Johannes Schneider, die mit ihren Anekdoten und Geschichten dafür sorgten, dass wir mehr erfuhren als nur pure, wenn auch interessante, Fakten, und diese Woche zu einer wunderschönen Zeit machten.
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