Am 3. Juli unternahmen die Schülerinnen und Schüler des Biologiekurses von Herrn Mayer eine Exkursion ins Neurolabor nach Tübingen. Das Neurolabor (http://www.neuroschool-tuebingen-schuelerlabor.de/) bietet Schülerinnen und Schülern der gymnasialen Oberstufe seit einigen Jahren die Möglichkeit, neurowissenschaftliche Themen in praktischen Experimenten zu erfahren. Der Kurs konnte unter Anleitung von wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern fünf Experimente zur Neurobiologie durchführen.


Annika, Sarah, Meltem und Doena arbeiteten an der Anatomie und Physiologie eines Lammhirns. Unter Anleitung wurde das vollständige Gehirn von außen nach innen präpariert. Beispielsweise wurde von der Gruppe der Hippocampus freigelegt, der eine wichtige Rolle beim Übergang vom Kurzzeit- in das Langzeitgedächtnis spielt. Außerdem wurden Hirnhäute und Nerven untersucht und die verschiedenen Bereiche des Lammhirns freigelegt.

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Eine zweite Gruppe arbeitete mit den Nervenzellen der Beine von Schaben. Hierbei untersuchten Annika, Hannah und Yannick die extrazelluläre Ableitung von Aktionspotenzialen. Die Nervenzellen des Schabenbeins wurden unterschiedlich gereizt und die Gruppenmitglieder verfolgten akustisch und am Computer die Reaktionen der Nervenzellen. Zuletzt untersuchte die Gruppe den Einfluss von Kälte auf die Reizweiterleitung.

Schabe_1 Schabe_2 Schabe_3



Mit der Psychophysik des Auges, dem Sehsinn und dem Auflösungsvermögen experimentierten Lio, Johannes und Nina. Die Unterschiede zwischen dem Gelben Fleck und anderen Netzhautarealen wurde im Eigenversuch ermittelt. Außerdem beschäftigte sich die Gruppe mit der Wahrnehmung von bewegten und unbewegten Objekten.

Auge_1 Auge_2 Auge_3 Auge_4


Mit der Elektromyographie (EMG) beschäftigten sich Anna, Lisa, Vanessa und Selina. Bei diesen Experimenten wurden beispielsweise Elektroden auf der Haut aufgebracht und untersucht, wie sich die elektrische Ableitung der Muskeln unter verschiedenen Bedingungen verändert. Wie reagiert beispielsweise der Bizeps beim Anspannen oder beim Auflegen immer schwererer Gewichte. Außerdem führte die Gruppe einen Versuch durch, um die unterschiedlichen Reaktionszeiten von Reflexen und willkürlichen Bewegungen zu ermitteln

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Mit dem motorischen Lernen experimentierten Thomas, Nina, Robin, Daniel, Patrick und Yonca. Sie entwickelten ein Experiment, mit dem man das Erlernen zielgerichteter Bewegungen untersuchen kann. Hierbei wurde den Probanden auch eine Prismabrille aufgesetzt, die alles Gesehene um 10 Grad nach rechts verschiebt. In einem weiteren Versuch arbeitete die Gruppe mit einer Umkehrbrille, die beispielsweise spiegelverkehrtes Sehen oder Sehen auf dem Kopf ermöglicht.

 

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Alle Experimente wurden von den Schülerinnen und Schülern selbst durchgeführt und aufbereitet. In einer großen Abschlussrunde präsentierten die einzelnen Gruppen ihre Versuche und Ergebnisse und sprachen auch Probleme und mögliche Fehlerquellen an.

Wir danken Herrn Ilg und seinem sehr freundlichen und kompetenten Team für den tollen Tag im Neurolabor Tübingen.

 

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